Der alte Elbtunnel in Hamburg
Vom alten Elbtunnel in Hamburg, der eigentlich St.-Pauli-Elbtunnel heißt, hatte ich gelegentlich schon mal gehört.
Wo der sich aber befindet, das wusste ich nicht. Dass ich an einem seiner Zugangsbauwerke schon mehrfach fast vorbeigelaufen war, wusste ich auch nicht.
Denn dieser Tunnel hat eine Besonderheit: es geht nicht über Rampen hinein und hinaus, sondern über Fahrstühle oder Treppen! Und das schon seit 115 Jahren!
Die Zugangsgebäude verbergen recht gut, was sich in ihnen befindet. Den nördlichen Zugang habe ich schon bei einigen Hamburg-Besuchen gesehen. Nur habe ich nicht gewusst, um was es sich handelt. Die Rede ist vom linken Gebäude auf dem nachfolgenden Bild!
Und selbst, wenn man den Bau von der Seite sieht, erkennt man nicht, dass man hier einen Tunnelzugang vor sich hat. Der seitliche Eingang auf dem nachfolgenden Bild sieht für mich eher nach dem Eingang zu einer öffentlichen Toilette aus. Tatsächlich kommt man hier aber zum Personenaufzug.
Von vorn kann man schon eher darauf kommen, dass es da vier Fahrspuren hinein in dieses Gebäude bzw. hinaus gibt. Allerdings kann man seit 2019 hier die Elbe nicht mehr mit dem PKW unterqueren. Immerhin über 100 Jahre hinweg war das allerdings möglich. Und das, obwohl die Lastenfahrstühle und Fahrbahnbreiten eigentlich für Pferdefuhrwerke gebaut worden sind. Die alten Lastenaufzüge fahren aber noch heute! Jetzt nur noch für Radfahrer und Fußgänger. Fußgänger können zudem zwei ganz normale Personenaufzüge oder auch die Treppen nutzen.
Der Weg hinab bzw. hinauf war ab 1959 auch über die längsten freitragenden Rolltreppen Deutschlands möglich. 1991 mussten sie wieder ausgebaut werden.
An den Wänden der Tunnelröhren findet man zahlreiche kleine Reliefs wie das nachfolgende. Sie thematisieren die Elbe und stellen Fischen und Krebse, oder auch Muscheln dar.
Passende Beiträge im Oilblog:
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
Schlagwort “Alte Technik“
Externe Links:
St.-Pauli-Elbtunnel bei Wikipedia
St. Pauli-Elbtunnel bei hamburg.de
Alter Elbtunnel – das inoffizielle Magazin