Mit dem Bunker und Bergbaumuseum Datteln ging es mir ähnlich wie mit der Füchtelner Mühle. Zwar kommt man am Bunker nicht regelmäßig vorbei, aber über ihn kann man seit Jahren immer wieder Berichte in der Zeitung lesen. Das begann schon mit der Meldung der Entdeckung des Bunkers, gefolgt von Artikeln über die Präsentation der Bergbau-Vergangenheit. Und seit einiger Zeit kann der Bunker auch im Rahmen des Tags des offenen Denkmals® besichtigt werden. Das habe ich in der App vom “Tag des offenen Denkmals®” regelmäßig gesehen. Doch bisher bin ich noch nicht dort gewesen.
Am Tag des offenen Denkmals® 2026 war es nun so weit. So ganz genau wusste ich gar nicht, wo der Bunker sich überhaupt befindet. Ich wusste, von welcher Straße aus ich ihn erreichen kann, doch zunächst musste ich erstmal den Weg dorthin suchen. Der Bunker liegt nämlich so, dass man ihn von der Straße aus nicht sieht. Es geht zunächst durch ein kleines Wäldchen und über eine kleine Holzbrücke, bevor man vor dem Bunkereingang steht.
Auch von diesem Ort gibt es keine Fotos, von zwei Bildern abgesehen. Aber auch hier gilt: ich möchte meine diesjährige Tour am “Tag des offenen Denkmals®” vollständig schildern. Und daher gibt es auch einen kurzen Bericht zu diesem Ort.
Zwei Blickwinkel
Was gab es zu sehen? Und wie lief es ab? Zunächst einmal wurde eine kleine Gruppe zusammengestellt. Dann gab es einige allgemeine Informationen zum Bunker. Hier erfuhr ich dann auch, welche Verbindung es gibt zwischen Bunker und Bergbau: Dieser Schutzraum wurde von der Zeche Emscher-Lippe angelegt für die dort Beschäftigten. Nach den einleitenden Worten ging es mit einer Führung durch den Bunker.
Bei der Führung gab es immer zwei verschiedene Blickwinkel. Einerseits den Schutzraum als solchen. Mit all den beklemmenden Vorstellungen davon, wie es gewesen sein musste, wenn dort eine unvorstellbar große Anzahl Menschen darauf warteten, dass draußen ein Angriff sein vorübergehendes Ende fand. Oder davon, wie man Veranstaltungen und Feiern seinerzeit im Bunker abgehalten hat, um bei Luftangriffen sicher zu sein.
Und der zweite Blickwinkel war der auf den Bergbau. Die entsprechenden Exponate waren nicht Bestandteil des Bunkers, sondern sind vom Verein zusammengetragen worden und werden im Bunker präsentiert. Hier wurden auch einige Gegenstände praktisch vorgeführt, wie beispielsweise ein Presslufthammer. Und natürlich durfte auch der Klang der Schachtglocke (oder auch Schachthammer) nicht fehlen. Mit diesem Signal teilte der sogenannte Anschläger dem Fördermaschinisten mit, wie der Förderkorb bewegt werden sollte.
Die beiden einzigen Fotos, die ich im Bunker gemacht habe, zeigen einmal eine Auswahl verschiedener Seile, die im Bergbau zum Einsatz kamen. Und ein schon etwas mitgenommener Bilderrahmen mit einem Text: “Der letzte Wagen”, der anlässlich der Schließung des Bergwerks entstanden ist und das Gefühl eines Bergmanns anlässlich dieser Situation beschreibt.
Externe Links:
Bunker Datteln
Museen in Datteln